Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.  
CONbox2
 
Energie- und Bauberatungszentrum
ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag und Donnerstag
15.00 - 18.00 Uhr
TERMINE VEREINBAREN:
07231 - 3971 3600
 
ebz-pforzheim.de
 
 
  
Suchen
Die Energiespartipps
   
Energiespar-Tipp April:
Wie Gebäudeeigentümer auf CO2-neutrale Heizungen umsteigen können

ENZKREIS. Rund 40 Prozent der Energie verbrauchen die Deutschen in Gebäuden. Ein Großteil davon entfällt heute noch auf fossile Heizungen. Dabei soll der Gebäudebestand nach dem Willen der Bundesregierung bis 2050 klimaneutral werden. Wird eine Heizung im Schnitt nach 20 bis 30 Jahre ausgetauscht, sind Hauseigentümer oft unsicher, welche Technik sie wählen sollen. Wie Gebäudeeigentümern die Umstellung auf eine kohlendioxidfreie Wärmeversorgung gelingen kann, zeigt ein aktuelles Positionspapier aus acht renommierten Institutionen, welches unter www.kea-bw.de kostenlos zur Verfügung steht. Entscheidungshilfe beim Heizungswechsel bietet auch der neue Wärmekompass (www.waermewende.de/ waermekompass) der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), der herstellerunabhängig einen Überblick über Heizungssysteme hinsichtlich ihrer durchschnittlichen Anschaffungskosten und Betriebskosten sowie dem CO2-Ausstoß verschiedener Heizungen für unterschiedliche Gebäudetypen gibt.

Eine Heizungsanlage ist mehr als nur ein Heizkessel. Die Effizienz der Gesamtanlage hängt auch von der Art und Betriebsweise des Heizungssystems sowie der Trinkwassererwärmung ab. Hauseigentümer sollten deshalb bei einer energetischen Sanierung auf einen hydraulischen Abgleich, die Anlagenregelung, effiziente Heizungspumpen und passende Heizflächen achten. Auch eine Dämmung von Armaturen und Rohrleitungen ist wichtig. Das bringt wesentliche Effizienzverbesserungen, die höher sein können als die eines neuen Wärmeerzeugers. Umgekehrt gilt dies auch: „Fehler bei der Heizungsregelung können den Energieverbrauch und die Klimabelastung der Heizung im Extremfall verdoppeln“, sagt Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der Klimaschutz und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe.

Der derzeitige Standard der Heiztechnik, fossil betriebene Brennwertkessel, erhält im Blick auf die Zukunft schlechte Noten. „Fossil betriebene Heizkessel sollten nach 2025, spätestens nach 2030 nicht mehr eingebaut werden und stellen somit maximal noch eine Brückentechnologie dar“, so Kienzlen.

Eine Heiztechnik mit einer besseren Klimabilanz sind Wärmenetze. Sie sind offen für die Nutzung erneuerbarer Energien und Abwärme und können mit Blockheizkraftwerken die fossilen Energieträger besonders effizient nutzen. Liegt ein Wärmenetz bereits in der Straße, so ist der Anschluss daran oft die wirtschaftlichste Option. Eine weitere Option sind Holzpellets-, Holzhackschnitzel- und Scheitholzkessel: Die Verbrennung von Holz ist bei nachhaltiger und regionaler Holzwirtschaft nahezu CO2-neutral.

„Solarthermie ist neben Umweltwärme für Wärmepumpen und Photovoltaik die einzige erneuerbare Energieform, die unmittelbar auf dem jeweiligen Grundstück in sinnvoller Menge genutzt werden kann“, erklärt Birgit Abrecht, Energieberaterin im Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis. „Grundsätzlich sollte bei Gebäuden jede energetisch sinnvoll nutzbare Dachfläche zur Energieerzeugung vor Ort herangezogen werden.“ Eine solarthermische Anlage als ergänzendes System ist grundsätzlich für die Warmwasserbereitung sinnvoll, da der Kessel im Sommer nicht in Betrieb gehen muss. Mit etwas vergrößerter Fläche lohnt sich eine solche Anlage häufig auch für die zusätzliche Heizungsunterstützung in den übrigen Jahreszeiten.

Im Zuge des Ökostromausbaus wird eine wachsende Bedeutung von Elektro-Wärmepumpen erwartet. Wind- und Solaranlagen führen dazu, dass die Treibhausgas-Emissionen pro Kilowattstunde erzeugtem Strom immer weiter sinken, was für einen verstärkten Einsatz zu Heizzwecken spricht. Inzwischen erlaubt die technische Entwicklung auch den Einbau mit Flächenheizung in energetisch optimierten Bestandsgebäuden (der Heizwärmebedarf für modernisierte Gebäude sollte unter 80 kWh/qm/Jahr liegen).

Die Erneuerung oder Sanierung einer Heizungsanlage im Gebäudebestand steht im Spannungsfeld zwischen technischen und baulichen Möglichkeiten, wirtschaftlicher Machbarkeit sowie den Erfordernissen des Klimaschutzes. Ist eine Gesamtlösung in einem Zug nicht möglich, können Gebäudeeigentümer mit Energieberatern einen Sanierungsfahrplan erstellen, der sinnvolle Einzelmaßnahmen vorschlägt und planvoll miteinander verknüpft, sodass sie mittel- und langfristig schrittweise umgesetzt werden können.

Neutrale Informationen gibt es kostenfrei im Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis. Termine für Dienstag und Donnerstag zwischen 15-18 Uhr oder einmal monatlich auch am Samstag können Sie unter der Tel.nr. 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de vereinbaren. Die nächsten Samstagsberatungen finden am 27.04, 18.05. und 01.06.2019 jeweils von 9-13 Uhr im ebz statt. Tipp: Frühzeitig anmelden, die Termine sind schnell belegt (enz)
 
 
ebz-pforzheim.de
 
Der Großteil des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt entfällt auf die Raumwärme (Bild: co2online.de).
 

 
Energiespar-Tipp März
Blumenerde besser ohne Torf


ENZKREIS. Der Frühling steht ins Haus und mit ihm die Zeit der Aussaat und des Vorziehens von Pflanzen für Garten und Balkon. Dafür greifen Hobbygärtnerinnen und –gärtner gerne auf abgepackte Blumenerde zurück, die den Jungpflanzen einen guten Nährboden bieten soll. Viele Kultursubstrate enthalten jedoch bis zu 90 Prozent Torf aus Hochmooren. Durch den Abbau werden die jahrhundert- bis jahrtausendalten Moore zerstört und viele seltene Pflanzen und Kleintiere verlieren in der Folge ihren Lebensraum. Dabei gebe es umwelt- und klimafreundliche Alternativen, erklärt Magdalena Langer von der Kommunalberatung des Energie- und Bauberatungszentrums ebz Pforzheim / Enzkreis.

Die Torfnachfrage des Gartenbaus allein in Deutschland beträgt laut NABU circa neun Millionen Kubikmeter, das meiste davon kommt aus Niedersachsen und aus dem Baltikum. Da der Torf an sich zu sauer ist, muss er erst aufbereitet und entwässert werden. Dabei entweicht das Treibhausgas CO2 und die biologische Vielfalt nimmt ab. Außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas, da Torferde sehr kohlenstoffreich ist. „Obwohl Moore nur drei Prozent der Erdoberfläche bedecken, speichern sie rund 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs“, erklärt Langer, „Nach Angaben des BUND binden die Moore weltweit doppelt so viel CO2 wie alle Wälder zusammengenommen. Außerdem sind sie sehr effektive Wasserspeicher, die helfen, Überschwemmungen und Flutkatastrophen zu verhindern.“ In einigen Ländern wie den Niederlanden oder Österreich wurde der Torfabbau im Sinne des Klima- und Moorschutzes gestoppt. Weiterhin sind jedoch in Baumärkten und Gärtnereien überwiegend Blumenerden mit Torf zu finden.

„Selbst Bio-Blumenerde enthält häufig Torf. Wir raten daher Hobbygärtnerinnen und –gärtnern, bewusst Blumenerde mit der Aufschrift „ohne Torf“ oder „torffrei“ zu kaufen. Diese Produkte enthalten statt Torf meist eine Mischung aus Kompost, Rindenhumus, Holz-, Kokos-, Chinaschilf- oder Hanffasern sowie Zusätze wie Sand, Lavagranulat oder Tonminerale“, erklärt Langer, „Der Vorteil davon ist, dass man nicht nur die Moore schützt, sondern dass die torffreie Blumenerde weniger sauer ist und man sich das Kalken spart. Sollte man dennoch einen höheren Säuregrad benötigen, kann man die torffreie Erde mit speziellem Dünger ansäuern.“ Hilfreiche Einkaufsführer für torffreie Erden können auf der Webseite des BUND unter www.bund.net oder auch beim NABU unter www.nabu.de heruntergeladen werden.

Eine weitere Alternative stellt die Nutzung des Komposts aus dem eigenen Garten dar. Dafür plädiert auch Klimaschutzmanagerin Langer: „Damit kann man den Nährstoffkreislauf im eigenen Garten schließen – ohne Transport, ohne Verpackung, ohne Kosten.“ (enz)
 
ebz-pforzheim.de

Bildunterschrift:
Nur Produkte, auf denen “ohne Torf” oder “torffrei” steht, enthalten tatsächlich keinen Torf und schützen damit Moore. „Torfreduzierte“ oder „torfarme“ Erden können bis zu 80 Prozent aus Torf bestehen. (Bild: Langer)

 
Energiespar-Tipp Januar
Fünf Irrtümer über das richtige Lüften

ENZKREIS. In gleichem Maß wie die Außentemperatur sinkt, steigt der Wunsch nach einem behaglichen Raumklima. Dazu gehören neben Wärme auch ausreichend frische Luft und die richtige Luftfeuchtigkeit. Kochen, Wäsche trocknen, Zimmerpflanzen und nicht zuletzt der menschliche Körper setzen große Mengen Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf frei. „Die feuchte, warme Raumluft muss jedoch unbedingt ersetzt werden. Geschieht dies nicht mehrmals am Tag, kann es zu Schimmelbildung kommen“, macht Björn Ehrismann, Leiter der Kommunalberatung im Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (kurz: ebz.) deutlich und klärt einige Irrtümer in Sachen richtiges Lüften auf.

Irrtum 1: „Durch Kipplüften bekomme ich permanent frische Luft und somit den besten Effekt für den Wohnkomfort“
Während des Sommerhalbjahres ist das kein Problem. Im Winter jedoch geht beim Kipplüften viel Wärme verloren, es wird quasi direkt ins Freie geheizt. Raumoberflächen kühlen unnötig aus. Zudem steigt sogar das Risiko der Schimmelbildung, da sich Feuchtigkeit in der Fensterleibung niederschlägt. Besser ist es, die Fenster mehrmals am Tag für einige Minuten so weit wie möglich zu öffnen (Stoßlüftung) und davor die Heizungsventile zuzudrehen. Wenn gegenüberliegende Fenster und Türen geöffnet werden und per Durchzug quergelüftet wird, geht es noch schneller.

Irrtum 2: „Ein Gebäude und seine Wände müssen atmen“
Etwaige Ritzen und Leckagen in der Gebäudehülle sind ungeeignet, um den notwendigen Luftaustausch herbeizuführen. Regelmäßiges Lüften ist unverzichtbar. Wichtig ist es jedoch, zwischen Möbeln und der Außenwand am besten zehn Zentimeter Platz zu lassen, damit sich hier keine Feuchtigkeit stauen kann. An ungedämmte Außenwände sollen möglichst keine Schränke und große Bilder angebracht werden. Lehmputz und Lehmfarbe nehmen Feuchtigkeitsspitzen der Raumluft auf, puffern diese ab und setzen diese auch wieder frei. Dies wirkt sich sehr positiv auf das Raumklima aus, ersetzt jedoch richtiges Lüften nicht.

Irrtum 3: „Bei Nebel und Regen ist die Luft zu feucht, um zu lüften“
Auch wenn es draußen feucht oder nass ist, muss man nicht aufs Lüften verzichten. Nachdem die Luft im Innenraum nach dem Lüften wieder erwärmt ist, nimmt sie überschüssige Feuchtigkeit problemlos auf, da wärmere Luft mehr Feuchtigkeit halten kann.

Irrtum 4: „Alle Räume sollten gleich viel gelüftet werden“
Es gibt besondere Feuchtigkeitsquellen wie Pflanzen, Duschen, Kochen und Wäsche trocknen. Während des Duschens oder Badens sollte die Badtür geschlossen sein; anschließend sollten die Fliesen abgetrocknet und der Raum kräftig gelüftet werden. Auch für die Küche sowie für Wasch-, Bügel- und Trockenräume ist eine gute Lüftung wichtig. Kellerräume sollten eher im Winter gelüftet werden, weil dann die einströmende Luft Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ein Hygrometer hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit zu messen und im Blick zu behalten. Diese sollte laut Ehrismann zwischen 40 und 65 Prozent liegen.

Irrtum 5: „In luftdichten Gebäuden oder Passivhäusern darf man die Fenster gar nicht mehr öffnen“
Es ist richtig, dass wärmegedämmte Gebäude eine besonders aktive und durchdachte Lüftungsstrategie erfordern. Die Zeitintervalle zwischen dem Lüften sollten kürzer sein. Wer eine sichere, komfortable Alternative sucht, für den kann eine moderne Lüftungsanlage das Richtige sein. In einem Passivhaus dürfen die Fenster geöffnet werden, sie müssen es jedoch nicht, da der Luftaustausch über einen Lüftungsschacht und einen Wärmetauscher erfolgt.

Weitere Tipps und Auskünfte zum gesunden, energiesparenden und komfortablen Wohnen gibt es beim Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz). Es ist telefonisch unter 07231 39-713600 oder per Mail an info@ebz-pforzheim.de zu erreichen. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr und nach individueller Vereinbarung. (enz)
 
ebz-pforzheim.de

Bildunterschrift:
Richtiges und ausreichendes Lüften kann Schimmelbildung in Räumen vermeiden. Darauf weist das Energie- und Bauberatungszentrum hin.

(Bild: www.co2online.de)

  

 
 
Energiespar-Tipp Dezember: Vier Tipps für ein nachhaltiges und be-Sinn-liches Weihnachtsfest

Die Advents- und Weihnachtszeit wünscht man sich als ruhige und besinnliche Zeit, doch das Gegenteil ist leider oft der Fall. Viele hetzen in diesen Tagen von den letzten Terminen im Büro zur Weihnachtsfeier und am Wochenende noch in die Läden, um Geschenke zu kaufen. Das „Weihnachtsfeeling“ kann dabei leicht unter die Räder kommen. Schließlich ist das Schenken ein wichtiger Aspekt dieses Festes und mit hohen Erwartungen verbunden. Über 470 Euro wird jede und jeder Deutsche in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben, im Jahr 2012 waren es noch 360 Euro.

In der Woche vor Heiligabend werden täglich bis zu 7 Millionen Pakete und Päckchen verschickt – doppelt so viele wie an normalen Tagen. Für die Festbeleuchtung werden ca. 350 Millionen Kilowattstunden Strom aufgewendet – so viel wie eine mitteldeutsche Großstadt wie Kassel über ein ganzes Jahr. Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland gekauft – und etwa zwei Wochen später wieder entsorgt.

Wie können wir Weihnachten feiern und gleichzeitig die Umwelt im Blick behalten? fragt Magdalena Langer vom Energie- und Bauberatungszentrum ebz. Pforzheim/Enzkreis und hat einige Tipps für ein nachhaltiges Weihnachten zusammengestellt.

Originelle und nachhaltige Produkte
Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien, Karten und auch Geschenke lassen sich kreativ selbst gestalten. Bei der Auswahl von Zutaten für Kekse und Weihnachtsessen können durch Regionalität und Saisonalität Transportwege vermieden werden, zusätzlich helfen Zertifizierungen wie das Bio-Siegel und das Fair Trade Logo bei der Auswahl. Als Verpackung für Geschenke können auch Kalenderbilder oder das behutsam ausgepackte Verpackungspapier vom Vorjahr dienen.

Zeit statt Zeug
Die Zuwendung muss nicht materieller Art sein – gemeinsame Zeit und Erlebnisse zu schenken ist oft noch wertvoller und persönlicher, z. B. jemandem das Stricken beizubringen statt einen Pullover zu schenken, vorzulesen, statt ein Buch zu überreichen oder gemeinsam zu basteln statt Deko zu kaufen. Über die Webseite Zeit-statt-Zeug.de kann man sich inspirieren lassen und einen Zeitgeschenk-Gutschein mit einer selbst gestalteten Karte an den Empfänger verschicken.

Projekte mit Sinn unterstützen
Was schenkt man Leuten, die scheinbar schon alles haben? Statt unnötiger Dinge kann man auch Spenden oder Patenschaften schenken. So werden mit dem Geld Projekte und Menschen, die es wirklich brauchen, unterstützt. Viele gemeinnützige Organisationen bieten Spendenurkunden oder Grußkarten als Geschenke an.

Dauerbrenner vermeiden
Lichterketten und Co. sollten nur bei Dunkelheit eingeschalten werden und nicht die ganze Nacht brennen. Abschaltbare Steckerleisten oder Zeitschaltuhren sparen das ständige Ein- und Ausstöpseln und erledigen das Ein- und Ausschalten zu den gewünschten Zeiten sogar automatisch. Mit LED-Lichterketten kann der Stromverbrauch um über 90 Prozent im Vergleich zu Glühlampen gesenkt werden. Eine weitere Alternative sind Solar-Lichterketten, die sich tagsüber aufladen und dann bis zu acht Stunden leuchten.

Weitere anregende Klimaschutztipps rund um Weihnachten sind unter https://www.fraeuleinsgutestube.de/klimaschutz-zu-weihnachten/ zu finden. Wer sich darüber hinaus auch Tipps holen möchte, wie man am besten Energie spart und damit Ressourcen und den eigenen Geldbeutel schont, kann sich für eine individuelle, unabhängige, kostenlose und kompetente Beratung im ebz. einen Termin vereinbaren: unter der Telefonnummer 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de. Das ebz. wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest.

 
ebz-pforzheim.de

Bildunterschrift:
Gemeinsame Zeit, Selbstgemachtes, Wiederverwendetes und bio-fair Produziertes schenken - damit Weihnachten ein Fest für alle Menschen und die Umwelt wird.
(Foto: co2online.de)

 
Energiespar-Tipp November: „Eignet sich mein Dach für Photovoltaik oder Solarthermie?“ Der Eignungs-Check Solar gibt Antwort

ENZKREIS. Einfach ein gutes Gefühl: Aus der Steckdose fließt Strom vom eigenen Dach und aus der Duschbrause fließt Wasser, das die Sonne erwärmt hat. Denn die Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung steigt und die Installation eines Sonnenkollektors oder einer Photovoltaik-Anlage kann sich lohnen, weil die Sonne rund um Pforzheim im Schnitt mehr als 1.700 Stunden im Jahr scheint. Ob sich das eigene Dach für eine Solaranlage eignet, zeigt der neue „Eignungs-Check Solar“, der vom Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) über die Verbraucherzentrale angeboten wird.

Bei diesem Check nimmt ein unabhängiger Energieberater das Dach unter die Lupe und prüft dessen Typ und Zustand, Schräge, Ausrichtung und Verschattungsgrad sowie die vorhandene Heizungsanlage und die Anschlussmöglichkeiten. Der Ergebnisbericht kommt dann per Post. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kostet der Check nur 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte ist er kostenfrei.
Der Solarstrom kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder selbst verwendet werden. „Damit erreichen gut geplante Photovoltaikanlagen Renditen von fünf bis sechs Prozent pro Jahr, denn der Strom vom Energieversorger ist mittlerweile wesentlich teurer als der selbst erzeugte Solarstrom“, erklärt Björn Ehrismann, Leiter der Kommunalberatung im ebz. „Es ist also empfehlenswert, den Eigenverbrauch des erzeugten Photovoltaikstroms zu erhöhen.“ Dazu kann es sinnvoll sein, die Module nach Osten und Westen auszurichten: So wird der Ertrag in den Morgen- und frühen Abendstunden erzielt – dann, wenn die Bewohner im Haus sind und Strom brauchen.

Mit einem Speicher kann der Eigenverbrauch auf 60 bis 70 Prozent erhöht werden. Wenn eine Wärmepumpe mit Strom betrieben wird, hilft der Batteriespeicher, die solare Deckung der Heizenergie zu erhöhen. „Auch ein Elektrofahrzeug ist ein Grund, die PV-Anlage mit einem Speicher zu kombinieren, damit der selbst erzeugte Strom nicht eingespeist, sondern selbst verwendet werden kann“, rät Ehrismann. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Investition in einen Batteriespeicher; Informationen über die Höhe und die Voraussetzungen gibt es im ebz.

Bei Heizungserneuerung Wärme vom eigenen Dach einplanen

„Im Sommer kann eine solarthermische Anlage den gesamten Warmwasserbedarf eines Haushalts decken und einen Beitrag zur Heizenergie leisten“, erklärt Magdalena Langer, Mitarbeiterin in der Kommunalberatung des ebz. Wer sein Wasser von der Sonne erwärmen lassen will, braucht pro Kopf rund ein bis zwei Quadratmeter Kollektorfläche auf dem Dach. Um zusätzlich die Heizungsanlage zu unterstützen, sollte die Kollektorfläche etwa zehn Prozent der Wohnfläche betragen; die genaue Auslegung sollte eine Fachperson berechnen.

Alle Hausbesitzer, die ihre Heizungsanlage erneuern, müssen laut dem baden-württembergischem Erneuerbare-Wärme-Gesetz für Altbauten 15 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugen. „Eine solarthermische Anlage eignet sich hervorragend, um dieses Soll zu erfüllen und zugleich den Klimaschutz voranzubringen“, sagt Langer.

Für die Vereinbarung eines Eignungs-Checks Solar ist das ebz telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an
info@ebz-pforzheim.de zu erreichen. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr, jeden 1. Dienstag und Donnerstag im Monat von 15 bis 19 Uhr sowie samstags nach Vereinbarung. (enz)

ebz-pforzheim.de

Eignet sich mein Dach für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage? Eine umfassende und neutrale Beratung bekommen Interessierte beim ebz.
(Bild: www.co2online.de)
 

 
Energiespar-Tipp Oktober: Heizungsanlage rechtzeitig fit machen – Jetzt hydraulisch abgleichen

ENZKREIS. Der Winter naht, und wer vor der kalten Jahreszeit die Einstellungen am Heizsystem prüfen und richtig einstellen, also hydraulisch abgleichen lässt, kann eine Menge Energie und Kosten sparen. Darauf weist Björn Ehrismann hin; der Diplom-Ingenieur leitet die Kommunalberatung im Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz).

„Hydraulischer Abgleich bedeutet, dass die Komponenten einer Heizungsanlage genau an die häuslichen Gegebenheiten angepasst werden“, erklärt Ehrismann. Erledigen kann das nur ein Fachmann. Die Investition lohnt sich allerdings, „denn für ein 125-Quadratmeter-Einfamilienhaus lassen sich damit durchschnittlich 110 Euro im Jahr einsparen“, so Ehrismann.

Was passiert beim hydraulischen Abgleich? Der Experte erfasst die Flächen der Außenwände, der Fenster und der Heizkörper und prüft die vorhandenen Einstellungen. Diese Daten werden am Computer ausgewertet. Anhand des Ergebnisses passt der Fachmann die Leistung der Umwälzpumpe und die Vorlauftemperatur des Heizkessels an und stellt alle Thermostatventile ein. Das Ergebnis: In allen Räumen wird es gleichmäßig warm und der Energieverbrauch wird optimiert.

Schon in Einfamilienhäusern, besonders aber in größeren Wohnanlagen lohnt sich ein hydraulischer Abgleich. Denn Erdgeschoss- oder Dachräume benötigen oft mehr Wärme als ein Zimmer oder ein Appartement in der Mitte des Hauses. Wer jährlich die Einstellungen der Heizungsanlage prüfen lässt, wohnt behaglicher, vermeidet unnötigen Energieverbrauch und hat wahrscheinlich auch zufriedenere Mieter. Der hydraulische Abgleich ist zudem Voraussetzung, um für eine energetische Heizungssanierung Fördergeld bei der KfW-Bank oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen zu können.

„Sie möchten Ihre Heizungsanlage erneuern, die Fassade dämmen oder das Dach? Sie wollen Strom sparen? Dann wenden Sie sich an uns“, wirbt Ehrismann: „Unabhängige Fachleute geben Ihnen bei der kostenlosen Erstberatung wertvolle Tipps, auch zu Fördermöglichkeiten.“ Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr, jeden ersten Dienstag und Donnerstag im Monat von 15 bis 19 Uhr und samstags auf Nachfrage.

Außerdem bietet das ebz individuelle Vor-Ort-Checks zu Strom- und Wasserverbrauch, Geräteausstattung und Sparpotenzialen, zur Heizungs- oder einer solarthermischen Anlage sowie dem baulichen Wärmeschutz. Kontakt: Tel. 07231 39-713600, E-Mail info@ebz-pforzheim.de. Mehr Informationen auch auf www.meine-heizung.de.

(enz)
 
ebz-pforzheim.de

Jetzt schon ans Heizen zu denken bringt bares Geld: Ein hydraulischer Abgleich der Anlage steigert den Wohnkomfort und senkt den Energieverbrauch.
(Bildquelle: www.co2online.de / Alois Müller)
 

 
Energiespar-Tipp August: 3 Tipps zur Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks

ENZKREIS. Stellen Sie sich vor, die Ressourcen der Erde wäre das Vermögen der Weltbevölkerung auf dem Bankkonto für ein Jahr. Unser Bankberater würde uns für kreditunwürdig erklären. Denn jedes Jahr brauchen wir die Ressourcen der Welt noch schneller auf und leben „auf Kredit“. In diesem Jahr war der „Earth Overshoot Day“ am 1. August. Laut Berechnungen des Global Footprint Networks verbraucht die Erdbevölkerung ab heute mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Jedes Jahr verschiebt sich dieses Datum mehrere Tage nach vorne. Für Deutschland war dieser Tag bereits am 20. Mai 2018. Wir bräuchten also drei Erden, wenn der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland wäre.

Was kann also jede und jeder einzelne von uns tun, um Ressourcen bestmöglich zu schonen und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität zu erreichen? Wir haben 3 Tipps für Sie zusammengestellt:

1. Entschleunigung
Umweltfreundlich unterwegs zu sein kann zum Beispiel heißen, aufs Rad zu steigen oder zu laufen. Das sind gesunde Alternativen und man hat die Bewegung gleich in den Alltag integriert. Der öffentliche Nahverkehr, Zugfahrten oder eine Fahrgemeinschaft zählen auch dazu. Es lohnt sich ferner darüber nachzudenken, ob Carsharing ein eigenes Fahrzeug ersetzen kann. Ein Car-Sharing Auto kann damit dem Trend entgegen wirken, dass die Zulassungszahlen für PKW in Deutschland immer weiter steigen. Für Elektroautos gibt es Zuschüsse von Land und Bund. Wenn der motorisierte Verkehr global um 50% zurückgeschraubt wird und ein Drittel aller Autokilometer durch öffentlichen Transport sowie Zufußgehen und Radfahren ersetzt wird, würde der Erdüberlastungstag wieder 12 Tage Richtung Jahresende rücken. Damit hätten vielleicht auch für Sie lange Staus, hohe Feinstaubbelastung und die nervige Parkplatzsuche ein Ende.

2. Gesunde Ernährung
Regional erzeugte Produkte sind das A und O beim klimafreundlichen Einkauf, dafür sorgen vor allem kurze Transportwege. Am einfachsten kaufen Sie regional, saisonal, bio und verpackungsarm auf Bauernmärkten oder in Hofläden. Wenn alle Menschen auf der Welt ihre Lebensmittelabfälle um die Hälfte reduzieren und auf eine Ernährung mit geringem ökologischen Fußabdruck umstellen (z.B. fleischarm, vegetarisch, saisonal), dann könnte der Welterschöpfungstag um 38 Tage verschoben werden. Das tut auch Ihrer Gesundheit gut.

3. Platz schaffen
„Was brauche ich eigentlich, um glücklich zu sein?“ Studien belegen, dass Geld und Konsum zwar wichtig für die Lebensqualität sind, allerdings tritt schnell ein Gewöhnungseffekt ein. Stellen Sie sich beim Einkauf die Frage: Was brauche ich wirklich? Zuviel Haben kann auch Ballast sein. Brauche ich das neueste Smartphone, alle paar Wochen neue Klamotten oder neue Schuhe? Teilen kann eine günstige und umweltfreundliche Alternative sein. Geld und Ressourcen können Sie auch sparen, indem Sie Dinge möglichst lange benutzen. Sind sie defekt, ist die Reparatur über den Handel oft zu teuer. Abhilfe schaffen hier sogenannte Repair Cafés: ehrenamtliche Treffen, bei denen Freiwillige elektrische Geräte, Spielzeug, Fahrräder oder Möbel in Stand setzen. In Mühlacker findet alle zwei Monate im evangelischen Gemeindehaus der St. Andreas-Kirchengemeinde (St.-Andreas-Straße 4) – immer am 3. Samstag des ungeraden Monats von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr und dem Mittwoch davor von 17:00 bis 19:00 Uhr ein Reparaturcafé statt (https://www.muehlacker-evangelisch.de/kirche/gruppen-kreise/reparatur-cafe.php). In Pforzheim wird zwei Mal im Monat ein Repair Café im QuarZ Innenstadt angeboten. Infos dazu unter www.gbe-pforzheim.de

Bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema kontaktieren Sie gerne die Klimaschutzmanagerin Magdalena Langer unter 07231 308-9606 oder magdalena.langer@enzkreis.de

Wenn Sie sich darüber hinaus auch Tipps holen möchten, wie Sie am besten Energie sparen und damit Ressourcen und den eigenen Geldbeutel schonen können, können Sie sich für eine individuelle, unabhängige, kostenlose und kompetente Beratung im ebz. einen Termin vereinbaren: unter der Tel.nr. 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de.
(enz)

ebz-pforzheim.de

Der „Welterschöpfungstag“ war im Jahr 1970 noch am 29. Dezember. Mittlerweile nutzen die Menschen die Natur 1,7-mal schneller, als Ökosysteme sich generieren können. (Quelle: Global Footprint Network 2018) 
 

 
Energiespar-Tipp des Energie- und Bauberatungszentrums
für den Juli: Klimafreundlich verreisen

ENZKREIS. Für viele steht im Sommer der Urlaub an – Zeit, um sich eine Auszeit zu nehmen. Nicht nur man selbst kann im Urlaub mal so richtig abschalten, auch der eigene Energieverbrauch lässt sich herunterfahren. Doch ein klimafreundlicher Urlaub – wie geht das?
Der Urlaub startet nicht erst mit der Anreise, sondern schon bei der Vorbereitung. Darauf weist das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (kurz: ebz.) hin. Unmittelbar vor dem Reiseantritt sollten Standby-Geräte komplett ausgemacht, der leere Kühlschrank bei offener Tür abgeschaltet und der Warmwasser-Bereiter und die Heizung auf „abwesend“ umgestellt werden.
Besonders der Reiseweg und die Wahl des Transportmittels sind entscheidend in Sachen Klimaschutz. So entstehen bei einer langen Autofahrt mit drei Personen 213 Gramm Treibhausgase pro Kilometer und rund 60 Prozent mehr Emissionen als bei einer Zugreise zu dritt. „Sparsamer geht es nur mit dem Fernbus, der mit 90 Gramm pro Kilometer das Verkehrsmittel mit den geringsten Emissionen ist. Beim Fliegen ist die Klimawirksamkeit mindestens dreimal höher, als es der Treibstoffverbrauch vermuten lässt. Das liegt daran, dass Flugzeuge ihre Emissionen in Höhen ausstoßen, in denen sie größere Schäden anrichten als gleiche Mengen am Boden.“, stützt sich Magdalena Langer, Klimaschutzmanagerin in der Kommunalberatung des ebz., auf Vergleichsdaten des Umweltbundesamtes und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).
Vor allem Ziele in Europa lassen sich durch die zentrale Lage Deutschlands angenehm mit der Bahn oder dem Fernbus erreichen. „Viele Urlaubsreisende schätzen die Zeitersparnis durchs Fliegen. Aber mit der Anreise zum Flughafen, dem Check-In und der Flugzeit erreicht man europäische Ziele teilweise schneller per Bus und Bahn“, argumentiert Langer. „Wenn man früh im Voraus bucht, kann man auch attraktive Preise bekommen. Vor allem für junge Menschen gibt es spannende Angebote wie beispielsweise das Sommerticket oder Interrail.“
Um vor Ort mobil zu sein, kann man auf eine Vielzahl nützlicher Apps zurückgreifen. Besonders Jena und Stuttgart sind durch Apps wie Moovel oder EasyGo mit der Verbindung von ÖPNV mit Auto- und Fahrrad-Sharing Vorreiter. Car-Sharing, Mietautos und Leihfahrräder gibt es in fast jeder Urlaubsregion. Oft bieten Regionen spezielle Angebote an. Beispielsweise gibt es im Schwarzwald die KONUS-Gästekarte für eine kostenlose Nutzung der Busse und Bahnen sowie eine Vielzahl an weiteren Vergünstigungen (
www.schwarzwald-tourismus.info/ service/ konus2).
Um das eigene CO2-Konto zu entlasten, ist es möglich, bei Bussen und Flügen die eigenen CO2-Emissionen auszugleichen. Die Kompensation eines Hin- und Rückfluges Stuttgart - Palma de Mallorca kostet beispielsweise 13 Euro. Die freiwillige Abgabe wird dann in Klimaschutzprojekte wie die Aufforstung von Bäumen oder den Aufbau von erneuerbaren Energien investiert.
Bei der Wahl der Unterkünfte kann auf Stichworte wie „Ökohotel“ oder „Biohotel“ geachtet werden. Portale wie www.forumandersreisen.de oder www.renatour.de bieten Angebote mit verlässlichen Zertifikaten und Labels zu sozialer und ökologischer Verträglichkeit. „Forum anders reisen“ ist dabei ein Zusammenschluss von 130 nachhaltigen Reiseveranstaltern.
Neben den monatlichen Energiespartipps beantwortet das ebz. auch unabhängig und kompetent Fragen rund um energetisches Sanieren und Bauen. Das ebz. für Pforzheim und den Enzkreis (mit Sitz Am Mühlkanal 16 in Pforzheim) ist telefonisch unter 07231 39-713600 oder per Mail an info@ebz-pforzheim.de zu erreichen. Neuerdings gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr, jeden ersten Dienstag und Donnerstag im Monat von 15 bis 19 Uhr und samstags auf Nachfrage.

(enz)

ebz-pforzheim.de

Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr.
Datenquelle: Umweltbundesamt 2014 
 

 
Energiespar-Tipp Juni:
Energie sparen durch Abfallvermeidung

ENZKREIS. Ein verendeter Wal in Thailand, der aufgrund von 80 Plastiktüten in seinem Magen nichts mehr fressen konnte? Nachrichten wie diese sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Schätzungen zufolge landen jedes Jahr mindestens 2,7 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer, und viele Menschen fragen sich: Was kann ich tun, um daran etwas zu ändern?

Deutschland liegt bei der Abfallmenge weit über dem europäischen Durchschnitt, vor allem bei Verpackungsabfällen: 454 kg Müll pro Person fallen allein in den Privathaushalten jährlich an. Abfallmanagement beginnt also bereits in den eigenen vier Wänden: Wieviel Müll produziert wird, entscheidet jeder zunächst mit seinem Kaufverhalten und später mit der Abfallsortierung.

Im Enzkreis werden Abfallstoffe separat eingesammelt und zu Strom und Fernwärme verarbeitet, Wertstoffe zu neuen Materialien. Trotzdem wird für die Herstellung von zum Beispiel Plastiktaschen dreizehnmal so viel Energie benötigt wie bei deren Verwertung am Ende gewonnen werden kann. Hohe Abfallmengen bedeuten also einen hohen Energieverbrauch bei der Produktion.

Sieben Tipps zur Abfallvermeidung im Haushalt

1. Eigene To-Go-Becher mitbringen
Jede Stunde werden in Deutschland etwa 320.000 Einwegbecher weggeworfen. Statt der Wegwerfbecher empfiehlt sich hier der wiederverwendbare Thermobecher. Bei manchen Kaffeeverkäufern gibt es dann sogar einen Rabatt.

2. Kaffeepulver oder Bohnen statt Kapseln
Wer seinen Kaffee mit Kapseln brüht, produziert pro Kilo Kaffee fast 400 Gramm Abfälle aus Kunststoff und Aluminium, während es bei einer normalen Kaffeetüte lediglich 30 Gramm Verpackungsmaterial sind.

3. Stoffbeutel statt Plastiktüten
Jeder Deutsche nutzt im Jahr 71 Plastiktüten, dazu kommen noch unzählige der dünnen „Hemdchentüten“ für Obst oder Gemüse. Papiertüten sind zwar kompostierbar, aber weniger reißfest – und sie benötigen etwa die doppelte Energie in der Herstellung. Eine Stofftasche dagegen hält sehr lange, kann gewaschen werden und rentiert sich energetisch bereits nach dem 30. Einkauf.

4. Brotdose und Trinkflasche statt Alufolie und Einwegflasche
Der kleine Snack für die Pause im Büro, das Pausenbrot für die Kinder oder die Verpflegung für eine lange Reise: Wer Müll vermeiden will, greift zur umweltfreundlichen Brotdose und zu einer wiederbefüllbaren Trinkflasche statt zu Frischhalte- oder Alufolie und Einwegflaschen aus Plastik.

5. Akkus statt Batterien
Wieder aufladbare Akkus sind je nach Typ für bis zu 500 Ladezyklen ausgelegt. Damit sind sie einmalig nutzbaren Batterien vorzuziehen. Sind sie verbraucht, gehören sowohl Akkus als auch Batterien in Sammelboxen, die es beispielsweise in Supermärkten gibt. Von jährlich 44.000 t verkauften Batterien werden derzeit nur 18.000 t dem Recycling-Kreislauf zugeführt; der Rest landet samt zum Teil gefährlicher Inhaltstoffe im Restmüll.

6. Nachfüllen statt Wegwerf-Verpackungen
Wasser aus dem Hahn muss weder abgefüllt und verpackt noch transportiert werden; und es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Wer also Wasser aus der Leitung trinkt, trägt viel zur Müllvermeidung bei. Für kohlensäurehaltiges Wasser ist ein Wassersprudler dienlich. Auch Hygieneartikel werden oft als Nachfüllvariante angeboten, beispielsweise für Pumpspender für Flüssigseife.

7. Reparieren statt wegwerfen, mieten statt kaufen
Reparaturen von defekten Geräten und Gegenständen lohnen sich häufig. Selten genutzte Geräte können auch gemietet werden. So lässt sich viel Energie für die Herstellung und die Entsorgung einsparen. Wer Reparaturen anbietet und Geräte vermietet, steht unter www.reparatur-verleih.de.

Weitere Informationen zur Abfallvermeidung gibt es bei der Abfallberatung Enzkreis unter www.entsorgung-regional.de und unter der Telefonnummer 07231 354838. Mehr Tipps auch auf https://www.co2online.de/klima-schuetzen/nachhaltiger-konsum/20-tipps-zur-abfallvermeidung/

(enz)
ebz-pforzheim.de

Energetisch lohnen sich Stofftaschen schon ab dem 30. Einkauf.
(enz) 

  
Energiespar-Tipp Mai:
Klimafreundlich Einkaufen


Was hat mein Einkauf mit dem Klimaschutz zu tun? Mit unserer Ernährung verursachen wir etwa 15 Prozent der Pro-Kopf-CO2-Emissionen in Deutschland. Eine klimafreundliche Ernährung bedeutet, die Umwelt und ihre Ressourcen bei Einkauf und Ernährung nach Möglichkeit zu schonen. Der Kauf saisonaler, regionaler und biologischer Produkte sowie weniger Verpackungsmüll tragen genauso dazu bei wie die energiesparende Zubereitung. Das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis ebz. hat einige nützliche Tipps für Sie zusammengestellt.

Regional erzeugte Produkte sind das A und O beim klimafreundlichen Einkauf, dafür sorgen vor allem kurze Transportwege. Diese finden Sie auf dem Wochenmarkt, in Hof- und in Bioläden und in manchen Supermärkten. Regionale Waren sind in der Regel frischer, überzeugen aufgrund der guten Ausreifung im Geschmack und im Nährstoffgehalt und sind in der Hauptsaison oft sogar preiswerter. Achten Sie zumindest auf eine inländische Herkunft der Produkte, v.a. von Fleisch, Obst und Gemüse. Die Erzeugung außerhalb der Jahreszeit in beheizten Glashäusern oder Folientunneln verbraucht bis zu 60-mal mehr Energie. Mit dem Kauf regionaler, saisonaler Waren unterstützen Sie außerdem die regionale Landwirtschaft. Alle wichtigen Adressen für Direktvermarkter finden Sie im Einkaufsführer für regionale Produkte im Enzkreis und Pforzheim. Diesen erhalten Sie im Landratsamt bzw. auf der Homepage per Download. „Schnell und zuverlässig finden Sie Anbieter regionaler Erzeugnisse in Pforzheim und dem Enzkreis auch mithilfe der RegioApp, die Sie unter www.regioapp.org herunterladen können“, erklärt Julia Lauer, die 2016 die RegioApp vom Bundesverband der Regionalbewegung für den Enzkreis eingeführt hat. „Auch wenn Sie unterwegs oder im Urlaub sind, können Sie die Suche nutzen, da die App im gesamten Bundesgebiet Einträge verzeichnet.“

Der Enzkreis gewann Anfang des Jahres die Ausschreibung zur Bio-Musterregion. Der biologische Anbau benötigt im Vergleich zum konventionellen bis zur Hälfte weniger Energie pro Hektar. Vor allem durch den Verzicht auf synthetischen Stickstoffdünger sowie Pflanzenschutzmittel wird die Umwelt geschont. „Viele Bio-Lebensmittel werden aufgrund der hohen Nachfrage importiert, deshalb ist auch hier die Regionalität und Saisonalität der Waren wichtig“, erklärt Dr. Hilde Neidhardt, Dezernentin für Landwirtschaft, Forsten und öffentliche Ordnung. „Mithilfe eines Regionalmanagers sollen nun Projekte entwickelt werden, um den biologischen Anbau im Enzkreis weiter zu fördern.“

Zu einer klimafreundlichen sowie gesünderen Ernährung gehört tatsächlich auch ein geringerer Fleischkonsum. Schlichte Fakten machen das verständlich: Die Viehhaltung ist global für 18 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich. Das ist mehr als der gesamte Transportsektor weltweit verursacht. Für die Erzeugung tierischer Lebensmittel muss ein Vielfaches an Futterpflanzen eingesetzt werden: Bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden 6,5 kg CO2 freigesetzt. Ein Kilogramm Obst verursacht dagegen nur 0,5 kg CO2, ein Kilogramm Gemüse sogar nur 150 g CO2. Fazit: Wer weniger Fleisch isst, trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei – und ernährt sich ausgewogener.

Zum klimaschonenden Einkauf gehört noch mehr als die richtige Wahl der Produkte. So spielt etwa auch die Wahl des Verkehrsmittels eine entscheidende Rolle. Wer für kleine Einkäufe mit dem Fahrrad fährt oder zu Fuß geht, leistet auch so jedes Mal einen Beitrag zum Klimaschutz.

Das CO2-Klimakonto entlasten Sie auch, wenn Sie möglichst verpackungsarm einkaufen: Denken Sie daran, Einkaufskorb oder -tasche mitzunehmen. Für Spontankäufe gibt es kleine Falttaschen, die überall hinein passen. Findige Jungunternehmer haben wiederverwendbare Gemüsebeutel kreiert, die die Tütenflut am Obststand eindämmen. Brot und Brötchen schließlich kommen auch im sauberen Stoffbeutel sicher nach Hause.

„Kaufen Sie manchmal mehr als Sie geplant haben? Jede und jeder Deutsche wirft jährlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg“, erklärt Magdalena Langer, Mitarbeiterin in der Kommunalberatung am ebz. „Dabei wären viele der aussortierten Lebensmittel noch zum Verzehr geeignet. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum, an dem sich viele Verbraucher orientieren, ist kein „Wegwerfdatum“, sondern zeigt lediglich die Mindesthaltbarkeit an.“ Es zahlt sich also aus, die tatsächliche Genussfähigkeit des Produktes mit den eigenen Sinnen wie z.B. Geruch und Geschmack zu überprüfen.

Der Spruch „Jedem Topf seinen passenden Deckel“ ist bares Geld wert, denn Topf und Pfanne mit geschlossenem Deckel verbrauchen beim Kochen zwei Drittel weniger Energie als ohne. Beim Erhitzen von Wasser verbraucht ein effizienter Wasserkocher nur rund die Hälfte des Stroms eines Elektroherds (Ausnahme: Induktionsherd).

Weitere Informationen zum Thema regionale, biologische und faire Lebensmittel erhalten Sie beim Landwirtschaftsamt Enzkreis unter landwirtschaftsamt@enzkreis.de. Wie Sie bei der Zubereitung Ihrer Lebensmittel darüber hinaus Energie sparen können, darüber informiert Sie gerne das Energie- und Bauberatungszentrum ebz. unter der Telefonnummer 07231 39-713600 oder per Mail an info@ebz-pforzheim.de kann beim ebz auch ein Termin vereinbart werden.
 
ebz-pforzheim.de
Bei der Genussscheune Diefenbach gibt es Produkte aus der Region – und Sie kommen ohne überflüssige Verpackung aus. Das freut auch den Klimaschutz. (Bild: Landratsamt Enzkreis)
 


Energiespar-Tipp April: Solaranlagen jetzt checken – Wetterschäden aus dem Winter beheben und optimalen Ertrag aus der Sonne schöpfen
ENZKREIS. Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen tragen zum klimafreundlichen Wohnen und zu niedrigeren Strom- und Heizkosten bei. Sie sind jedoch Wettereinflüssen wie Regen, Schnee und Wind aber auch Extremereignissen wie Hagel und Sturm ausgesetzt. Damit die Anlagen ohne Ertragseinbußen voll funktionsfähig sind, sollten Hauseigentümer einen Frühjahrs-Check machen.

Wie stark Solaranlagen betroffen sind, ist zunächst davon abhängig, ob es sich um eine Anlage zur Stromerzeugung (Photovoltaikanlage) oder zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung (Thermische Solaranlage) handelt.

Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung
 
ebz-pforzheim.de
Schöpfen Sie dank eines regelmäßigen Checks das Potential ihrer Photovoltaikanlage im Sommer voll aus. Schmutz und Wettereinflüsse können deren Funktionsfähigkeit deutlich einschränken. (Bild: Beate Schade)

Bei den Photovoltaik-Anlagen können Verschmutzungen die Leistung deutlich einschränken. „80 Prozent des Ertrags fällt in die sonnenreichen Monate von März bis Oktober. Wer jetzt seine Anlage überprüfen lässt, kann die Kraft der Sonne voll ausnutzen“, empfiehlt die freie Architektin Birgit Abrecht, Solarexpertin und Energieberaterin im Energie- und Bauberatungszentrum ebz.

Der einfachste Test, um eventuelle Defekte an Photovoltaik-Anlagen zu orten, ist ein Blick auf den Ertrag. „Nimmt er über die Jahre sukzessive ab, kann das auf Verschmutzung hindeuten. Für drastische Ertragseinbußen ist oft ein Wechselrichterdefekt verantwortlich. In beiden Fällen sollte der Besitzer einen auf Solaranlagen spezialisierten Fachbetrieb zu Rate ziehen.“, erklärt Abrecht.

Bei älteren Photovoltaik-Anlagen kann es sich lohnen, die Module neu zu verkabeln oder den Wechselrichter zu modernisieren. Eine Checkserie älterer Anlagen hat ergeben, dass ein Drittel deutliche Mängel auswies, manche bis zum Totalausfall. Neue Geräte erleichtern auch die Fernüberwachung der Daten. Offen liegende Kabel sollten ausgetauscht und vor der Sonne geschützt werden, da die UV-Strahlung der Isolierung schadet. Mathias Morlock, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, empfiehlt Eigentümern von Photovoltaikanlagen, die Inspektion jährlich durchzuführen und dafür einen Wartungsvertrag abzuschließen. Dieser schließt auch die Prüfung des Ertrages ein und ist steuerlich absetzbar: „Werden die Schäden frühzeitig entdeckt, kostet es nur ein paar Euro. Und Sie schöpfen bei regelmäßiger Kontrolle das Potential der Anlage maximal aus.“

Thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
 
ebz-pforzheim.de
Eine thermische Solaranlage benötigt bei normaler Verschmutzung in der Regel keine Reinigung (Foto: Birgit Abrecht).

Eigentümer von solarthermischen Anlagen brauchen ihre Solaranlagen in der Regel nicht zu reinigen, da normale Verschmutzungen hier einen vernachlässigbaren Einfluss haben. Um zu prüfen, ob die Anlage funktionstüchtig ist, können sie jedoch mit einem Wärmemengenzähler den jährlichen Ertrag vergleichen. Auch ohne den Zähler kann die Funktionstüchtigkeit einfach selbst getestet werden: Wenn sich an einem sonnigen Tag der an die Solarthermie-Anlage angeschlossene Speicher deutlich erwärmt, ohne dass der konventionelle Wärmeerzeuger anspringt, funktioniert die Anlage. Gibt es Auffälligkeiten bei Pumpe und Leitungen wie z.B. laute Geräusche während des Betriebs und fehlende Isolierung oder ist der Druck am Manometer des Solarkreises morgens vor Sonnenaufgang stark abgefallen, muss der Fachinstallateur die Anlage überprüfen.

Grundsätzlich ist eine professionelle jährliche Wartung zu empfehlen, bei der eine Sichtprüfung durchgeführt, und wenn nötig der Solarkreis entlüftet wird. Die Umwälzpumpe, Kollektor- und Speicherfühler sowie das Membranausdehnungsgefäß werden auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft und der Frostschutz getestet. Bei thermischen Solaranlagen, die mit Wasser-Glykol-Gemischen betrieben werden, ist es wichtig, die Flüssigkeit auf Alterung und ausreichenden Kälteschutz zu überprüfen, und das Frostschutzmittel rechtzeitig zu erneuern.

Umfassende Informationen zum Einsatz erneuerbarer Energien und zu anderen Themen der energetischen Gebäudesanierung erhalten Interessierte beim Energie- und Bauberatungszentrum ebz. Unter der Tel.nr. 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de können Sie sich beim ebz einen Termin vereinbaren.

(enz) 

  
Energiespar-Tipp März: Alles spricht für Wärmedämmung – Hoher Wohnkomfort bei niedrigen Heizkosten

ENZKREIS. Haben Sie in der Kälteperiode zuletzt gemerkt, wie die Heizungen auf Hochtouren laufen mussten, um das Haus warm zu halten? Hatten Sie das Gefühl, dass ein guter Teil der Heizenergie nach draußen verschwindet? Viele Hausbesitzer scheuen sich davor, die Hülle ihres Hauses auf den neuesten energetischen Stand zu bringen. Aber: „Wer die Fassade und das Dach dämmen lässt, wird es nicht bereuen“, ist Andreas Ketterer, Energieberater beim Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz), überzeugt: „Eine Wärmedämmung kann bis zu 80 Prozent der Heizenergie sparen, die Hitze im Sommer besser abhalten, das Raumklima erheblich verbessern und den Wert des Hauses steigern.“

Wer Dämmstoff hört, denkt meist an Polystyrol. Weniger bekannt, doch in der Dämmwirkung mindestens genauso effizient sind zahlreiche Naturdämmstoffe wie Hanf, Zellulose, Seegras, Holz- oder Schafwolle. Ketterer, der sowohl Zimmerermeister als auch Bauingenieur ist, erklärt: „Die Materialien nehmen bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf und wirken temperaturausgleichend.“

Sie würden zuverlässig Schimmel und Bauschäden vermindern – auch, weil sie meist eine natürliche Konservierung gegen Schimmel und Schädlinge besitzen. Damit bieten Naturdämmungen gleich zwei ökologische Vorteile: Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen – und sie kommen ohne ungesunde Zusatzstoffe aus. Zudem benötigt der Herstellungsprozess relativ wenig Energie – und problemlos recycelbar sind sie auch.

Weitere Dämm-Möglichkeiten sind Mineralwolle, Mineralschaum, Schaumglas oder Blähton. Welcher Dämmstoff für Fassade, Dach oder oberste Geschossdecke sowie die Kellerdecke nach unten in Frage kommt, wird individuell entschieden. Wichtig ist, dass der Dämmstoff zum Bauteil passt: Hohlräume im Dach lassen sich mit flexiblen Materialien wie Schafwolle oder Kokos füllen, für Fußboden oder Außenwand dagegen sind druckfeste Platten notwendig, zum Beispiel aus Holzfasern oder Zellulose. Gegen Wärme isolieren Kork und Holzfaserplatten hervorragend. „Damit Hausbesitzer sicher durch den Datendschungel von Wärmeleitfähigkeit, Rohdichte oder Wärmekapazität finden, sollten sie sich unbedingt an einen Experten wenden“, rät Ketterer.

„Wichtig ist, das Haus als Ganzes zu betrachten“, erklärt der Energieberater. Denn Gebäude aus den 60ern, 70ern oder 80ern haben viele Schwachstellen. Nur ein von Fachleuten erstellter Sanierungsfahrplan, der neben der Gebäudehülle auch die Heizungsanlage, die Stromversorgung und die Fenster sowie ein Lüftungskonzept mit einbezieht, erfasst alle relevanten „Schwachstellen“.

Zu ökologischen Bau- und Dämmstoffen gibt es im ebz am 22. März um 19:30 im Rahmen der Vortragsreihe „Bauen & Energie“ umfassende Informationen. Für eine individuelle, unabhängige und kompetente Beratung können Sie sich beim ebz einen Termin vereinbaren unter der
Tel.Nr. 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de

ebz-pforzheim.de
(enz)
Wärmedämmung bringt’s: geringerer Energieverbrauch, mehr Behaglichkeit und beachtliche Fördergelder. Fragen Sie Ihre/n Energieberater/in am ebz Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis. (Bild: Beate Schade)
 

   
Energiespar-Tipp Februar: Nützliches Werkzeug für die Gebäudesanierung: Wärmebild vom Haus ortet Energieverluste

ENZKREIS. Mit Hilfe des Wärmebildes eines Gebäudes können Wärmelecks aufgedeckt werden. Die Maßnahme liefert zusätzliche Informationen für die Planung einer energetischen Sanierung oder dient als nachträgliche Erfolgskontrolle. Da die Außentemperatur unter fünf Grad Celsius liegen muss, ist momentan der optimale Zeitpunkt dafür. Erstellen und auswerten sollten das Bild allerdings nur Fachleute – dazu rät das unabhängige Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim-Enzkreis (ebz).

Sogenannte Thermographie-Kameras stellen die für Menschen unsichtbare Wärmestrahlung eines Gegenstandes in Farben dar: Bei Außenaufnahmen von Häusern zeigt rot einen hohen Wärmverlust an, grüne oder blaue Elemente sind gut gedämmt. So lassen sich Schwachstellen in der Wärmedämmung ermitteln. Bei einer Sanierung dienen die Bilder qualifizierten Fachleuten als Orientierung und liefern wichtige Informationen für die Bewertung des Istzustandes.

Nachträglich lassen sich mit thermographischen Bildern der Erfolg von Sanierungsarbeiten oder auch die energetische Qualität von Neubauten überprüfen. Harry Kaucher, Energieberater im ebz, erklärt: „Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera sind ein Mittel für eine verlässliche Kundenberatung zur energetischen Schwachstellenanalyse.“

Aufnahmen mit der Wärmebildkamera sollte stets ein Fachmann durchführen, etwa ein qualifizierter Gebäudeenergieberater, rät Kaucher. Denn die Bilder müssen bei entsprechenden Temperaturen, passendem Wetter und zur richtigen Tageszeit entstehen. Nur Experten können zudem das Bild richtig deuten und alle Mängel erkennen. Kenntnisse über Bauphysik, Baukonstruktion und Messtechnik sind dafür notwendig. Je nach Umfang kostet eine professionelle Thermographie für ein Einfamilienhaus zwischen 250 und 500 Euro.

Das ebz ist in puncto energetische Sanierung die erste Anlaufstelle. Hier gibt es eine kostenlose Erstberatung – auch zu den aktuellen Förderprogrammen von Bund und Land. Kontakt und Terminvereinbarungen unter Tel. 07231 39-713600 oder per E-Mail an
info@ebz-pforzheim.de.

ebz-pforzheim.de

Ob und wo gedämmt werden muss, zeigen nur ein Sanierungsfahrplan oder eine Gebäudeenergiediagnose. Die Thermographie liefert dafür hilfreiche Informationen. (Bild: Beate Schade) 
 

  
Energiespar-Tipp Januar: Sparsam heizen mal sieben – mit wenigen Handgriffen die Heizungsrechnung geschrumpft

Wer in der andauernden Heizperiode nicht „zum Fenster hinaus heizen“ will, kann mit den passenden Einstellungen, kleinen und größeren Investitionen sowie ein paar Tricks Energie und bares Geld sparen. Die Behaglichkeit bleibt dabei nicht auf der Strecke – meist wird das Raumklima sogar deutlich angenehmer.

Alte Heizungsventile, mit denen sich die Temperatur nicht genau regeln lässt, austauschen. Mit neuen Ventilen lässt sich punktgenau die richtige Temperatur einstellen: Stufe 3 entspricht etwa 20 Grad. Übrigens: Bei einem Grad weniger sinkt die Heizenergie um rund sechs Prozent. Zu kalt? Probieren Sie’s aus.

Noch komfortabler sind programmierbare Heizkörper-Thermostate. Sie sorgen dafür, dass genau dann Wärme da ist, wenn man sie haben möchte – und niemand vergisst mehr, die Heizung abzudrehen. Es gibt die Thermostate schon ab etwa 15 bis 20 Euro – und das amortisiert sich schnell. Außerdem sollte man die Heizungsanlage passend zum Tages- und Wochenablauf auf Tag- oder Nachtbetrieb einstellen. Bei modernen Anlagen lassen sich auch längere Abwesenheiten programmieren.

Auch richtiges Lüften zahlt sich aus. Es sorgt für gute Luft mit ausreichend Sauerstoff und vermeidet Schimmelbildung. Am effizientesten ist das Stoßlüften: Mehrmals täglich alle Fenster und Türen für mehrere Minuten öffnen und für Durchzug sorgen. Während des Lüftens die Heizkörper zudrehen spart weitere Energie. Wichtig: Damit die warme Heizungsluft richtig zirkulieren kann, müssen die Heizkörper frei bleiben. Verkleidungen oder sehr nahe am Heizkörper stehende Möbel behindern die Luftbewegung.

Veraltete Heizungsanlagen sind Strom- und Brennstoffschlucker. Bereits nach 15 Jahren sind die Technologien überholt. Für eine neue Anlage – am besten mit erneuerbarer Energie – gibt es Fördergeld, und sie spart rund 20 bis 30 Prozent Heizkosten. Schon der Austausch einer alten, ungeregelten Heizungspumpe gegen ein hocheffizientes und regelbares Gerät kann zudem bis zu 180 Euro Stromkosten jährlich sparen. Auch dafür gibt es Zuschüsse. Ein Fachbetrieb kann einen hydraulischen Abgleich vornehmen, um sicherzustellen, dass alle Komponenten der Heizungsanlage richtig dimensioniert und auf den Energiebedarf des Hauses zugeschnitten sind.

Über die Themen Heizenergie sparen, Heizung erneuern oder Tausch der Heizungspumpe informieren die Fachleute des ebz Energie- und Bauberatungszentrums Pforzheim-Enzkreis neutral und kompetent. Sie kennen auch die Anforderungen des in Baden-Württemberg geltenden EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) und die passenden Fördermittel. Kontakt und Terminvereinbarungen unter Tel. 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de.

ebz-pforzheim.de
 
Packen Sie’s im neuen Jahr an: Schon mit geringem Aufwand können Sie eine Menge Heizenergie sparen. Für größere Projekte gibt es Fördergelder.
 

 
05.01.2018
Sparsam heizen mal sieben
Sieben Tipps, wie mit vielen kleinen und wenigen großen Handgriffen die Heizungsrechnung schrumpft

Der Winter dauert noch und mit ihm die Heizperiode. Wenn auch Sie nicht „zum Fenster hinausheizen“ wollen, können Sie Geld und Energie sparen: mit den passenden Einstellungen, kleinen und größeren Investitionen sowie ein paar Tricks. Die Behaglichkeit bleibt dabei nicht auf der Strecke. Meist wird das Raumklima sogar deutlich angenehmer, weiß das ebz Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim-Enzkreis aus langjähriger Beratungserfahrung.

1 Thermostatventile anstatt „so ungefähr“
Haben Sie noch alte Heizungsventile, mit denen sich die Temperatur nicht genau regeln lässt? Tauschen Sie sie aus. Mit Thermostatventilen lässt sich punktgenau die richtige Temperatur einstellen: Stufe „3“ entspricht etwa 20 Grad Celsius. Senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad, sparen Sie rund sechs Prozent Heizenergie. Zu kalt? Probieren Sie’s aus.

2 Mehr Komfort mit programmierbaren Thermostaten
Noch komfortabler sind programmierbare Heizkörperthermostate. Sie sorgen dafür, dass genau dann Wärme da ist, wenn gewünscht. Und keiner vergisst mehr, die Heizung abzudrehen. Es gibt die Thermostate schon ab etwa 15 bis 20 Euro – und das amortisiert sich schnell.
Weiterlesen bei co2online

3 Heizkörper nicht verstecken
Damit die warme Heizungsluft richtig zirkulieren kann, müssen die Heizkörper frei bleiben. Heizkörperverkleidungen oder sehr nahe am Heizkörper stehende Möbel behindern die Luftbewegung. Machen Sie Platz!

4 Die richtige Einstellung
Stellen Sie Ihre Heizungsanlage passend zu Ihrem Tages- und Wochenablauf auf Tag- oder Nachtbetrieb ein. Bei modernen Anlagen lassen sich pro 24 Stunden mehrere Zeitabschnitte programmieren und auch längere Abwesenheiten. Wenn Sie nicht wissen, wie das geht, fragen Sie Ihren Installateur. Zusätzlich kann ein Fachbetrieb einen hydraulischen Abgleich machen. Der stellt sicher, dass alle Komponenten der Heizungsanlage richtig dimensioniert und auf den Energiebedarf des Hauses zugeschnitten sind. Das spart Energie. Vom Bund gibt es dafür Fördergeld.
Mehr Infos bei co2online

5 Die volle Packung: Stoßlüften anstatt „dauerkippen“
Richtiges Lüften zahlt sich aus: Es sorgt für gute Luft mit ausreichend Sauerstoff und vermeidet Schimmelbildung. Am effizientesten ist das Stoßlüften: Öffnen Sie mehrmals täglich alle Fenster und Türen für mehrere Minuten mit Durchzug. Stellen Sie während des Lüftens die Heizkörper auf Frostschutz (Stellung „*“), das spart Energie.
Mehr Infos bei Zukunft Altbau

6 Gefräßige Kellerbewohner entlarven
Kennen Sie alle älteren Mitbewohner Ihres Hauses? Ein gefräßiges Wesen namens Heizungspumpe wohnt wahrscheinlich in Ihrem Keller und vertilgt eine Menge Strom. Bis zu 180 Euro können Sie jährlich sparen, wenn Sie ein ungeregeltes Gerät gegen eine hocheffiziente und regelbare Pumpe austauschen. Vom Bund gibt’s dafür Zuschüsse.
Mehr Infos bei co2online

7 Alte Öfen aufs Altenteil
Veraltete Heizungsanlagen sind Strom- und Brennstoffschlucker. Bereits nach 15 Jahren sind die Technologien überholt. Für eine neue Anlage gibt es Fördergeld – und Sie sparen nachher rund 20 bis 30 Prozent Heizkosten ein. Heizen Sie am besten mit erneuerbarer Energie. Ihre Energieagentur berät Sie kompetent, auch zu den Anforderungen des in Baden-Württemberg geltenden EWärmeG (
Erneuerbare-Wärme-Gesetz).

Über die Themen Heizenergie sparen, Heizung erneuern oder Tausch der Heizungspumpe informieren Sie die Fachleute des ebz Energie- und Bauberatungszentrums Pforzheim-Enzkreis neutral und kompetent. Diese kennen auch die passenden Fördermittel. Vereinbaren Sie einen Termin:

ebz Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim-Enzkreis
Am Mühlkanal 16 - 75172 Pforzheim
Telefon 07231 39 71 36 00
Fax 07231 39 71 30 19
Beraterzeiten: Dienstag und Donnerstag 15:00 – 18:00 Uhr
www.ebz-pforzheim.de
info@ebz-pforzheim.de 

ebz-pforzheim.de

ebz-pforzheim.de

Packen Sie’s im neuen Jahr an: Schon mit geringem Aufwand können Sie eine Menge Heizenergie sparen. Für größere Projekte gibt es Fördergelder.

ebz-pforzheim.de

Der Fachmann kann‘s: Eine richtig eingestellte Heizungsanlage und ein hydraulischer Abgleich sparen Energie und Kosten. 
   

 
09.11.2017
Energiespar-Tipp November: Eignet sich das Dach für Photovoltaik? Karte zeigt das Solarpotenzial jeder Dachfläche

ENZKREIS. Viele denken darüber nach, ihr Dach mit Photovoltaik zu bestücken – und fragen sich: Lohnt sich das? Ob sich die Dachfläche überhaupt eignet, beantwortet der Solarpotenzial-Atlas der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW): Auf einer Karte sind die Dächer aller Gebäude im Land nach ihrer Eignungsklasse farblich markiert. Im Enzkreis sind demnach fast alle Gebäude gut oder sogar sehr gut geeignet.

Entscheidend für eine erfolgreich arbeitende Anlage sind der Neigungswinkel des Daches, die Ausrichtung nach der Himmelsrichtung und ob die Sonne ungehindert einstrahlen kann oder ob Bäume oder andere Objekte dies verhindern. Besonders viel Strom gewinnen Anlagen auf Süddächern. Die Sonneneinstrahlung ist dort zur Mittagszeit am stärksten. Rentabel sind auch Photovoltaikanlagen, die nach Süd-Ost oder Süd-West ausgerichtet sind.

Der Solarstrom kann entweder ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder selbst verwendet werden. Damit erreichen gut geplante Photovoltaikanlagen Renditen von fünf bis sechs Prozent pro Jahr, denn der Strom vom Energieversorger ist mittlerweile wesentlich teurer als der selbst erzeugte Solarstrom. Es ist also empfehlenswert, den Eigenverbrauch des erzeugten Photovoltaikstroms zu erhöhen. Dazu kann es sinnvoll sein, die Module nach Osten und Westen auszurichten: So wird der Ertrag in den Morgen- und frühen Abendstunden erzielt – dann, wenn die Bewohner im Haus sind und Strom brauchen.

Mit einem Speicher kann der Eigenverbrauch auf 60 bis 70 Prozent erhöht werden. Wenn eine Wärmepumpe mit Strom betrieben wird, ist die Anschaffung eines Speichers noch lukrativer: Der Batteriespeicher hilft dann, die solare Deckung der Heizenergie zu erhöhen. Auch ein Elektrofahrzeug ist ein Grund, die PV-Anlage mit einem Speicher zu kombinieren, damit der selbst erzeugte Strom nicht eingespeist, sondern selbst verwendet werden kann.

Weitere Daten zu erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg finden sich im Energieatlas der LUBW, etwa zu Wind, Wasserkraft oder Biomasse. So zeigen Karten, welche Freiflächen sich zum Aufstellen von Photovoltaikmodulen eignen oder wo es bereits Solaranlagen gibt: www.energieatlas-bw.de.

Falls sich Ihr Dach laut Karte gut für die Montage von Solarzellen eignet, können Sie sich beim Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) zu Fördergeldern und zur weiteren energetischen Sanierung beraten lassen. Zu erreichen ist das ebz telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Das ebz. arbeitet eng mit der Verbraucherzentrale zusammen. Auch dort geben Fachleute Auskunft zu Energiefragen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809802400.
(enz)
 
ebz-pforzheim.de
 
Bildunterschrift Photovoltaik Dächer/ 2017:
Eignet sich mein Dach für eine Photovoltaikanlage? Eine erste Antwort darauf gibt der Solarpotenzialatlas der LUBW. Eine umfassende und neutrale Beratung bekommen Interessierte beim ebz.
(Bild: Beate Schade)
 

 
17.10.2017
Energiespar-Tipp Oktober: Wasserboiler richtig einstellen

ENZKREIS. Wer sein Wasser mittels Elektroboiler oder Durchlauferhitzer erwärmt, kann ohne hohen Aufwand viel Strom sparen: Wichtig dafür sind die richtige Boilergröße, eine gute Isolierung und vor allem die zum Verbrauch passende Einstellung des Gerätes. Hygienische Anforderungen und Energiesparen widersprechen sich dabei nicht, wie das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) mitteilt.

Häufig wird warmes Wasser in einem zentralen Heizsystem aus Solarwärme, Fernwärme, Gas oder Öl erzeugt. Viele Haushalte sind jedoch auf die dezentrale Lösung mit einem elektrischen Durchlauferhitzer oder einem Elektroboiler angewiesen. Das muss nicht schlechter sein, obwohl die Kilowattstunde Strom im Verhältnis teurer ist. Gerade deshalb können Verbraucher leicht Energie und Kosten sparen, wenn sie vier Dinge berücksichtigen:

1. Beim Neukauf nach Möglichkeit einen elektronischen Durchlauferhitzer wählen. Er erwärmt nur die tatsächlich benötigte Wassermenge – und die wird sofort verbraucht. Solche Geräte kommen auf einen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent. Ein Boiler, der das heiße Wasser speichert, hat demgegenüber höhere Wärmeverluste.

2. Die richtige Größe von Boiler oder Durchlauferhitzer: Die Menge an Wasser, die erwärmt wird, sollte nicht größer sein als die tatsächlich benötigte.

3. Temperatureinstellung: Eine Wassertemperatur von 60 Grad Celsius genügt für Bad und Küche und reicht völlig aus, um Keime abzutöten.

4. Abschalten: Bei längerer Abwesenheit, zum Beispiel im Urlaub oder auch bei Wochenend-Trips, sollte das Gerät ganz ausgeschaltet werden. Wenn der Boiler eine entsprechende Regelung hat, hilft es beim Stromsparen, wenn er auf den eigenen Tagesrhythmus eingestellt wird.

Das Energieberaterteam im ebz informiert neutral zu zentraler Warmwasserversorgung, etwa durch Solarthermie. Wer die Heizungsanlage austauschen oder sein Haus komplett energetisch modernisieren will, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse. Zu erreichen ist das ebz in Pforzheim telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Das ebz. arbeitet eng mit der Verbraucherzentrale zusammen. Auch dort geben Fachleute Auskunft zu Energiefragen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809802400.

(enz)
 
ebz-pforzheim.de 

Grafik „Energieverbrauch“ (Quelle: co2online.de)
 

 
18.09.2017:
Energiespar-Tipp September: CO2-arm und bequem fast überall mobil

ENZKREIS. Immer mehr Menschen setzen in Deutschland nicht mehr auf das eigene Auto, sondern auf Car-Sharing, Busse und Bahnen oder das (E-)Bike. Wie bequem und auch wie günstig eine CO2-arme Fortbewegung sein kann, zeigt das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) anhand alltagstauglicher Beispiele.

„Es ist erstaunlich einfach und angenehm, sich umweltfreundlich fortzubewegen“, findet Leonie Paulig vom ebz. Viele Städte werden radfreundlicher, für Bahn und Bus gibt es günstige Tickets und das Car-Sharing-Netz wird immer dichter. Paulig selbst fährt am liebsten mit dem Fahrrad zur Arbeit. Dadurch umgeht sie lästige Staus im Berufsverkehr und die lästige Parkplatzsuche. „Mit einer guten Planung lassen sich viele Alternativen zum Auto finden und umsetzen“, sagt Paulig.

Fahrräder, E-Bikes oder die eigenen Füße sind der Favorit für kurze und mittlere Strecken – nicht nur für Frischluft- und Bewegungsfans oder überzeugte Radler. Pluspunkte sind der Null-CO2-Ausstoß, der sportliche Aspekt, die Flexibilität und geringe Kosten. „Das Fitnessstudio kann ich mir sparen, wenn ich ausreichend Bewegung in den Tagesablauf einbaue“, findet Paulig. E-Bikes liegen voll im Trend, was die drastisch steigenden Verkaufszahlen der letzten Jahre zeigen. Das Landratsamt Enzkreis bietet sogar ein E-Bike Leasing für Mitarbeiter an.

Den Öffentlichen Nah- und Fernverkehr nutzen Pendler, Einkäufer, Jung und Alt. Pluspunkte sind ein verhältnismäßig geringer CO2-Ausstoß, weil viele Menschen ein Fahrzeug teilen, und die Flexibilität. Oft gibt es kostengünstige Jobtickets und eine Kombi mit Car-Sharing. In Wiernsheim gibt es z.B. einen Bürgerbus, der von Ehrenamtlichen gefahren und organisiert wird (ww.bürgerbus-wiernsheim.de). Die Gemeinde Ispringen koordiniert zusammen mit Ehrenamtlichen Fahrten für Arztbesuche und Behördengänge. Das Projekt heißt MOBIS und steht für „mobiles Ispringen“.

In vielen Verkehrsverbünden dürfen Fahrräder in die Bahn. Bahn und Fernbus rollen für alle, die beim Fahren gerne dösen, lesen oder surfen und die Busfahren vertragen. Ein vergleichsweise geringer CO2-Ausstoß, das entspannte Ankommen, sinnvoll genutzte Zeit und die teilweise sehr günstigen Angebote gehen aufs Plus-Konto. Auch bei Car-Sharing und Mitfahrgelegenheiten sitzen mehrere Menschen in einem Fahrzeug. Sie sind die perfekte Lösung für Kommunikative und für kühle Rechner.

E-Autos: Vom Staat gefördert

Elektroautos sind etwas für Umweltschützer und Autoliebhaber. Pluspunkte sind der verminderte CO2-Ausstoß und der Ersatz von fossilem Brennstoff. Die Taxiunternehmer Kurt Leutgeb und Athanasios Mylonas aus Mühlacker haben bereits Elektroautos in ihre Flotte aufgenommen. Auch der Enzkreis hat eine Reihe von E-Fahrzeugen im Fuhrpark. Wer ein solches Auto kauft, erhält einen Umweltbonus in Höhe von bis zu 2000 Euro.

Wer Tipps für einen klimafreundlichen Alltag sucht, kann sich an die Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung des Landratsamts wenden unter Tel. 07231 308-9728. Das ebz informiert zudem über eine mögliche energetische Modernisierung des Zuhauses und unterstützt beim Energiesparen. Zu erreichen ist das ebz in Pforzheim telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Das ebz. arbeitet eng mit der Verbraucherzentrale zusammen. Auch dort geben Fachleute Auskunft zu Energiefragen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809802400
 
ebz-pforzheim.de
Gemeinsam fahren macht mehr Spaß – und es ist klimafreundlicher. Car-Sharing und Mitfahrgelegenheiten gibt es inzwischen fast flächendeckend.
(KEA) 
   

 
18.07.2017:
Energiespar-Tipp Juli: Energieverlusten auf der Spur:
Nützliche Checks weisen den Weg


ENZKREIS. Pumpencheck, Heizcheck, Wärmecheck, EnergieCheck-App: Wofür sind sie gut und wem können sie nützen? Diese Checks lassen sich online erledigen, geben eine erste Hilfestellung und sind kostenlos. Eine Auswahl der zahlreichen Tools hat das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz.) für Sie zusammengestellt.

co2online
Online-Heizcheck

Hier erfahren Sie innerhalb weniger Minuten, ob der Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes angemessen ist und ob Ihre Heizkosten niedrig oder hoch sind.

Online-Pumpencheck
Veraltete, ungeregelte Heizungspumpen laufen Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter und schlucken unnötig Strom. Ob sich ein Austausch lohnt, sagt der Pumpencheck. Aktuell schießt die Bundesregierung 30 Prozent der im Falle eines Pumpentauschs anfallenden Kosten zu.

Online-Wärmecheck
Bei einem hydraulischen Abgleich werden alle Komponenten der Heizungsanlage richtig dimensioniert und auf den Energiebedarf des Hauses abgestimmt. Ob sich die Optimierung lohnt und wie viel Energie das einspart, sagt der Wärmecheck. Für den hydraulischen Abgleich selbst gibt es Fördergeld vom Bund.

App „EnergieCheck“
Die App erleichtert das Sparen von Heizenergie, Strom und Wasser: einfach Zählerstände sammeln und auswerten lassen. So bekommt man bequem einen Überblick über den eigenen Energieverbrauch. Mit der App lassen sich mehrere Zähler sowie verschiedene Haushalte, Photovoltaikanlagen und Fahrzeuge verwalten.

Wer mehr zu den einzelnen Checks wissen will, wendet sich an das unabhängig beratende ebz.. Fachleute informieren Sie dort zu energetischer Sanierung, den Fördergeldern und einfachen Möglichkeiten, Energie zu sparen. Die Erstberatung ist kostenlos. Zu erreichen ist das ebz. in Pforzheim (Am Mühlkanal 16) telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag 15:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung. Das ebz. arbeitet eng mit der Verbraucherzentrale zusammen. Auch dort geben Fachleute Auskunft zu Energiefragen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809802400.
 
ebz-pforzheim.de 
 
Wer Zählerstände regelmäßig abliest und mit der App „EnergieCheck“ auswertet, hat einen guten Überblick über den Energieverbrauch im Haus.

Als Kasten
co2online
co2online ist eine gemeinnützige und durch öffentliche Mittel geförderte unabhängige Beratungsgesellschaft. Ihr Ziel ist es, privaten Haushalten beim Energiesparen und beim Reduzieren ihrer CO2-Emissionen zu helfen. Sie hat diverse Online-Checks entwickelt, die jeder kostenfrei nutzen kann. Mehr Informationen finden Sie unter www.co2online.de/service. 
  
 
19.06.2017:
 Energiespar-Tipp Juni: Auch an morgen denken: Gut beraten zum Wohlfühlhaus

ENZKREIS. Sie planen, Ihr Haus komplett energetisch zu modernisieren? Dann holen Sie sich in Ruhe kompetenten Rat. Denn für ein solches Vorhaben gibt es eine Menge Fördergelder und zinsgünstige Darlehen, besonders bei einer „Generalüberholung“. Denken Sie auch an die Zukunft und beseitigen Sie überflüssige Barrieren. So werten Sie Ihr Haus kräftig auf. Das ebz Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis informiert Sie neutral und umfassend.

„‘Lohnt sich eine ganzheitliche Sanierung für uns überhaupt?‘ Viele Menschen, die zu uns in die Beratung kommen, fragen sich das“, erzählt Manfred Volz, Energieberater im ebz. Seine Antwort ist: Ja! Denn egal, ob die Heizungsanlage veraltet ist, eine Dach- oder Fassadensanierung ansteht oder die Fenster marode sind: Einzelaktionen sind im Verhältnis nicht so wirksam. Den maximalen Sanierungseffekt erzielt, wer das Haus ganzheitlich betrachtet. Damit erhalten oder steigern Eigentümerinnen und Eigentümer langfristig den Wert ihres Hauses. Wie aber lässt sich das bewerkstelligen und wer berät wirklich unabhängig?

„Ein fundierter Start ist die kostenlose Erstberatung bei uns“, empfiehlt Manfred Volz. Weiter geht es am besten mit einem Sanierungsfahrplan. Dieser dient als sichere Orientierungshilfe und Grundlage für alle folgenden Schritte. Dafür bewertet eine Energieberaterin oder ein Energieberater bei einem Vor-Ort-Termin neutral den Ist-Zustand des Gebäudes. Es folgen Vorschläge, wie die Bestandteile des Vorhabens aussehen können unter Berücksichtigung von gesetzlichen Vorgaben. Welche Fördermöglichkeiten es gibt, erfahren Sie auch.

„Denken Sie bei Ihrer Planung auch an morgen“, rät Manfred Volz außerdem. Sind die Handwerker einmal am Werk, lassen sich Umbauten für ein barrierefreies Zuhause gleich mit einplanen.
Auch mit einbeziehen in die Planung müssen sanierungswillige Hausbesitzer das baden-württembergische Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG BW). Es besagt, dass wer seine Heizungsanlage austauscht, danach 15 Prozent der Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen beziehen muss, wie beispielsweise Solaranlagen, Holzpellets oder Wärmepumpen. Um die Vorgabe zu erfüllen, gibt es verschiedene Optionen.

„Lassen Sie sich jetzt beraten und investieren Sie mit einem guten Gefühl in die Zukunft“, fasst Volz zusammen, „ein behagliches Wohngefühl, ein energie- und kostensparender Alltag und ein zeitgemäßes, umweltfreundliches Zuhause sind der Lohn.“

Bei allen Fragen rund um die energetische Sanierung berät das ebz unabhängig und kompetent. Zu erreichen ist das ebz in Pforzheim (Am Mühlkanal 16) telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an
info@ebz-pforzheim.de. Das ebz arbeitet eng mit der Verbraucherzentrale zusammen. Auch diese kann kontaktiert werden unter der der kostenfreien Telefonnummer 0800-809802400. Dort erreichen Sie ebenso Fachleute, die Ihnen zu Energiefragen Auskunft geben können.
   

 
18.05.2017: Energiespar-Tipp Mai: Klimafreundlich Verreisen – Spaß und Klimaschutz im Gepäck

ENZKREIS. Ein klimafreundlicher Urlaub – ist das nicht umständlich und einschränkend? „Ganz und gar nicht“, meint Leonie Paulig vom Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz): „Neue Wege zu beschreiten öffnet neue Horizonte – versuchen Sie es doch einmal!“ Das bringe nicht nur Erholung und Spaß, sondern auch das gute Gefühl, etwas für das Klimaschutz getan zu haben.

Zu Hause Energie zu sparen ist für viele Menschen inzwischen selbstverständlich; das ebz berät dazu regelmäßig. Doch wie geht das im Urlaub? „Alles lässt sich vielleicht nicht klimafreundlich organisieren – fangen Sie einfach klein an“, rät Paulig: „Denken Sie schon bei der Planung auch an die Umwelt. Wohin soll es gehen? Wie weit möchte ich verreisen? Wie komme ich dorthin? Welche Verkehrsmittel sind umweltfreundlich? Gibt es am Urlaubsort Hotels, die ökologisch ausgerichtet sind und eine gesunde Ernährung anbieten? Was unternehmen wir vor Ort?“

Das ebz hat Tipps, wie sich der Urlaub klimafreundlich gestalten lässt, zusammengestellt. So muss man nicht unbedingt weit verreisen, um ein schönes Urlaubsziel zu finden. Manchmal ist der Erholungseffekt ohne lange Anreise höher, und in Deutschland oder den Nachbarländern gibt es viel zu entdecken. Viele Urlaubsorte lassen sich mit Bus oder Bahn erreichen. Oder wie wäre es mit einer Fahrrad- oder E-Biketour? Auch wandern ist wieder in, und Pilger- oder Fernwanderwege wie der Jakobsweg beginnen oft in der Nähe.

Bei einem Flug von Stuttgart nach New York werden ca. 3.700 kg CO2 ausgestoßen. Zum Vergleich: Bei einer Reise nach Hamburg mit der Bahn wären es 50 kg. Mit dem Programm Umwelt-Plus der Deutschen Bahn wird für einen Euro mehr sogar CO2-frei mit Ökostrom gereist. Wer dennoch einen Flug bucht, kann die CO2-Emissionen ausgleichen; das Geld wird dann in Klimaschutzprojekte investiert.

Bei der Wahl der Unterkunft sollte auf Stichworte wie „nachhaltig“, „Ökohotel“ oder „Biohotel“ geachtet werden. Das CSR-Zertifikat (Corporate Social Responsibility) garantiert soziale und ökologische Verträglichkeit und gilt als verlässliches Label bei nachhaltigen Hotelportalen und Reiseanbietern (z.B. unter www.forumandersreisen.de oder www.renatour.de). „Erkundigen Sie sich beim Essen nach regionalen und biologischen Produkten“, empfiehlt Leonie Paulig: „Und wenn Sie selbst einkaufen, suchen Sie nach Bioläden oder regionalen Erzeugern.“

Auch für Unternehmungen während des Aufenthalts lohnt eine vorausschauende Planung: Welche Region hat ein gutes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln? Wer zum Beispiel Urlaub im Schwarzwald macht, erhält in den meisten Ferienorten die KONUS-Gästekarte. Mit ihr können Busse und Bahnen kostenlos genutzt werden; außerdem gibt es zahlreichen Vergünstigungen (www.schwarzwald-tourismus.info/service/konus2).

„Für Ausflüge können Sie ergänzend Car-Sharing- oder Mietautos nutzen“, weiß Paulig. Auch (Elektro-) Fahrräder gibt es vielerorts zum Ausleihen. Urlaubsregionen wie die autofreie Insel Juist, die Uckermark oder die Eifel, der Bodensee oder die Lüneburger Heide lassen sich wunderbar mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. So wird der Urlaub gleichzeitig zum Fitnessprogramm mit Mehrwert für die Gesundheit.

Bei längerer Abwesenheit von zu Hause lässt sich auch dort Energie sparen: Alle Geräte mit Standby-Betrieb komplett ausschalten oder den Stecker aus der Steckdose ziehen. Auch ein leerer Kühlschrank kann abgeschaltet werden – nur sollte dann die Tür offen bleiben, um schlechten Geruch und Schimmel vorzubeugen. Zum Schluss noch den Warmwasser-Bereiter und die Heizung auf „abwesend“ stellen.

Seit 2004 berät das ebz unabhängig und kompetent rund um energetisches Sanieren. Wer Fragen zu Dämmung oder Heizungsanlagen hat, erreicht das ebz in Pforzheim (Am Mühlkanal 16) telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an
info@ebz-pforzheim.de.
 


12.04.2017:
Niedrige Heizkosten, behagliches Wohnen: Vieles spricht für Wärmedämmung – Natürliche Alternativen zu Polystyrol

ENZKREIS. „Wer Fassade, Dach und Kellerdecke dämmen lässt und dazu noch die Fenster ersetzt, kann bis zu 80 Prozent Heizenergie einsparen“, sagt Harry Kaucher, Energieberater bei dem Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz). Damit widerspricht der Fachmann Behauptungen, dass eine Dämmung teuer sei, unterm Strich aber kaum Energie einspare. Auch andere Bedenken gegen eine effektive Wärmedämmung weiß Kaucher zu entkräften.

Zum Beispiel die, dass eine Dämmung die Brandgefahr erhöhe oder Schimmel verursache. „Schimmel kann entstehen, wenn sich erhöhte Luftfeuchtigkeit an einer kalten Stelle der Außenhülle niederschlägt. Sind alle Bauteile eingepackt, sinkt dieses Risiko“, sagt Kaucher. In jedem Fall vertreibe regelmäßiges, intensives Lüften Schimmelpilze. Und weil Wände per se nicht luftdurchlässig sind, könne eine Dämmschicht sie auch nicht „verschweißen“.

Nicht zu unterschätzen sei zudem der Wohlfühlfaktor: „Decken, Wände, Fenster und Fußböden mit warmer Oberflächentemperatur sorgen für ein besseres Klima im Raum“, weiß Kaucher. Das gelte auch im Sommer: „Ist das Haus verpackt, hält die Hülle die Hitze besser ab und sorgt für angenehme Kühle.“

Oft sind die Kosten der Grund, warum Hausbesitzer die Investition in eine Wärmedämmung scheuen. Ob sich eine energetische Sanierung finanziell lohnt, lässt sich im ebz mittels einer Wirtschaftlichkeitsberechnung ermitteln. „Der Energieverbrauch sinkt in jedem Fall“, betont Harry Kaucher. Zudem steige der Marktwert des Gebäudes beträchtlich, wenn es energetisch auf dem allerneuesten Stand ist.

Welcher Dämmstoff ist der richtige?

Dass es neben dem viel diskutierten Polystyrol zahlreiche – teils natürliche – Alternativen gibt, wissen nur wenige. „Naturdämmstoffe sind in ihrer Wirkung ähnlich effizient“, sagt Kaucher. Zudem wachsen sie nach und lassen sich unproblematisch bearbeiten und entsorgen. Und das Beste: Schimmel und Bakterien können ihnen nichts anhaben, dafür sorgen natürlich vorhandene „Zusatzstoffe“. Beispiele für natürliche Dämmstoffe sind Hanf, Zellulose, Seegras, Holz- oder Schafwolle.

Weitere Dämmalternativen zu Schaumdämmstoffen wie Polystyrol oder Polyurethan sind Mineralwolle oder -schaum, Blähton oder Perlite. Welches Material für welchen Zweck und welchen Gebäudeteil in Frage kommt, entscheiden Haubesitzer am besten gemeinsam mit einem kompetenten Energieberater. Die Bedenken gegen den häufig verbauten Dämmstoff Polystyrol hält Kaucher durchaus für diskussionswürdig. Allerdings zeichneten sich bei der Entsorgung gangbare Wege ab, die bereist gesetzlich geregelt seien. Neue Produkte müssten zudem eine Alternative zu dem als umweltschädlich eingestuften Flammschutzmittel HBCD enthalten.

„Wer sich jetzt für eine energetische Sanierung entscheidet, profitiert schnell davon“, erklärt Kaucher. „Wichtig dabei ist, das Haus als Ganzes zu betrachten.“ Denn Gebäude aus den 60ern, 70ern oder 80ern haben viele Schwachstellen. Nur eine ganzheitliche Betrachtung durch zertifizierte Fachleute, die neben der Gebäudehülle auch die Heizungsanlage, die Stromversorgung, ein Lüftungskonzept und die individuellen Rahmenbedingungen der Nutzer miteinbeziehe, erfasse alle relevanten „Baustellen“. Dieser Intensiv-Check einschließlich eines vor-Ort-Termins lässt sich in Form eines Sanierungsfahrplanes professionell dokumentieren.

Informationen über das EU-Energielabel für Heizungen, über energetische Sanierung und die einschlägigen Gesetze erhalten Interessierte beim ebz. Auch zu den passenden Förderprogrammen gibt es dort fachkundigen Rat. Zu erreichen ist das ebz in Pforzheim (Am Mühlkanal 16) telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an
info@ebz-pforzheim.de.
 

  
30.03.2017:
Erneuerbare Energien sind die Zukunft: Jetzt in eine zeitgemäße Heizung investieren

ENZKREIS. „Der alte Kessel tut‘s noch“ – das hören die Spezialisten des Energie- und Bauberatungszentrums Pforzheim/Enzkreis (ebz) oft. „Das ist nicht weit genug gedacht“, lautet deren Antwort. Denn betagte Heizungsanlagen verbrauchen enorme Mengen an Heizöl oder Erdgas und füttern damit das globale CO2-Konto.

Jeder, der in Baden-Württemberg seine Heizungsanlage austauscht, muss danach 15 Prozent der Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen beziehen; so schreibt es das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) vor. Erneuerbare Quellen sind Solarthermie, Holz, Biogas, Bioöl und Wärmepumpen. Die Regierung will damit erneuerbaren Energien den Weg bereiten und fossile Brennstoffe zugunsten des Klimaschutzes zurückdrängen. Denn die Heizung und die Warmwasserbereitung verursachen knapp ein Viertel der Treibhausgasemissionen im Land. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch lag in Baden-Württemberg 2014 bei rund 13 Prozent.
 
Gute Argumente für eine neue Heizung

„Hand aufs Herz: Wie alt ist Ihre Heizung?“ lautet die erste Frage der Experten vom ebz Je mehr Jahre die Anlage auf dem Buckel hat, desto höher ist in der Regel ihr Verbrauch. Neben Solarthermie, einer Wärmepumpe oder einer Holzzentralheizung kommen auch der Anschluss an ein Wärmenetz oder sogar ein kleines Blockheizkraftwerk in Frage. Welche der Möglichkeiten sich im Einzelfall eignen, schätzt das ebz bei einer kostenlosen Erstberatung fachlich ein und nennt außerdem weitere Erfüllungsmöglichkeiten für das EWärmeG.

Wofür man sich auch entscheidet: Es ist eine Investition in die Zukunft mit einem guten Gefühl – und zudem eine Versicherung gegen steigende Heizkosten. Übrigens: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, dürfen nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) nicht mehr betrieben werden.

Seit 2004 berät das ebz rund um energetisches Sanieren. Außerdem gibt es dort Informationen zu Förderprogrammen von Bund und Land. Zu erreichen ist das ebz in Pforzheim (Am Mühlkanal 16) telefonisch unter
07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de..
 

 
 
Bauen und Energie

EBZ ERSTEBERATUNG

 

ebz-pforzheim.de

ebz-pforzheim.de
ebz-pforzheim.de

Für alle Interessierten, Eigentümer,
Bauherren usw. bieten wir eine
kostenfreie Erstberatung an
folgenden Samstagen an.

 

28. September 2019
26. Oktober 2019
30. November 2019
7. Dezember 2019

Eine Anmeldung ist erforderlich. 
ebz-pforzheim.de

weitere Infosebz-pforzheim.de10.ebz-pforzheim.de

 
Aktuelles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBZ

ebz. Energie- und Bauberatungszentrum
Pforzheim/Enzkreis gGmbH
BÜRGERBERATUNG:
ebz. Pforzheim/Enzkreis gGmbH
Am Mühlkanal 16·75179 Pforzheim
Tel 07231- 3971 3600
Fax 07231- 3971 3019
ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag und Donnerstag
15:00 - 18:00 Uhr
1. Di. und Do. im Monat
15:00 - 19:00 Uhr
Sa. nach Vereinbarung
KOMMUNALBERATUNG:
Bahnhofstraße 28
75172 Pforzheim
Tel 07231- 308 9607
Anfahrt
IMPRESSUM:
Eine Initiative von:
Initiative
top